Von 95 gewählten Delegierten nutzen 74 die Gelegenheit, ihre Stimme für die bei der Kreisversammlung anstehenden Beschlüsse geltend zu machen.
Die Vizepräsidentin des DRK-Kreisverbandes, Melanie Braun, die souverän und kurzweilig durch die Veranstaltung führte, konnte neben den Delegierten auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen: Die Bürgermeisterin von Owen, Verena Grötzinger, Dr. Dominique Scheuermann als Vertreterin des Landkreises Esslingen, Barbara Bosch, Präsidentin des DRK-Landesverbandes, Steffen Sandrock, stellvertretender Geschäftsführer des DRK-Landesverbandes sowie Vertreter des Kreistags, des DRK-Kreisverbandes Esslingen, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, des Malteser-Hilfsdienstes, der Feuerwehr, der Polizei und des Technischen Hilfswerks.
Bevor die eigentliche Kreisversammlung startete, wurde in einer Schweigeminute der zehn seit der letzten Kreisversammlung verstorbenen DRK-Mitglieder gedacht.
Dass Leid und Freude nah beieinander liegen, zeigte die anschließende Ehrung der JRK-Gruppen für ihre Leistungen beim JRK-Kreiswettbewerb im März 2026. Stolz nahmen die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihre Urkunde und ihr Preisgeld entgegen. Die ersten Plätze hatten das JRK-Neckartenzlingen in der Bambini-Gruppe (6-9 Jahre), das JRK-Linsenhofen in der Stufe 1-Gruppe (10-12 Jahre) sowie das JRK-Weilheim in der Stufe 2-Gruppe (13-16 Jahre) und in der Stufe 3-Gruppe (17-27 Jahre) belegt.
Lob und die Bestätigung, dass man gemeinsam an einem Strang zieht, gab es in den anschließenden Grußworten: Die Hausherrin Bürgermeisterin Verena Grötzinger betonte die enge Verbindung mit dem DRK-Kreisverband und hob hervor, dass dieser ein wichtiger Partner vor Ort, für ihre Stadt, aber auch für die Region seien. Es sei bewundernswert, in welchem Ausmaß die Ehrenamtlichen ihre Freizeit und Kraft für die gute Sache zur Verfügung stellen.
Dr. Dominique Scheuermann, Amtsleiterin des Gesundheitsamtes beim Landratsamt Esslingen zollte den Bereitschaften, dem Rettungsdienst und der Sozialarbeit des DRK tiefsten Respekt für ihre 24/7-Bereitschaft bzw. ihr Engagement.
Barbara Bosch, Präsidentin des DRK-Landesverbandes beleuchtete zunächst die allgemeine Lage und ihre Auswirkungen für das Deutsche Rote Kreuz; sie wies auf Verschlechterungen durch das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen hin, aber auch auf die erfolgreiche Helfergleichstellung und dem durch die Bundesmittel aus dem Sondervermögen nachgelassenen Sanierungsstau bei den DRK-Rettungswachen. Mit Blick auf den DRK-Kreisverband betonte Barbara Bosch, wie vielfältig und innovativ er unterwegs und wie gut er aufgestellt sei. Mit den 9 DRK-Seniorenzentren sei er im Vergleich zu anderen Kreisverbänden ganz vorne dran; bemerkenswert seien hier die Kooperationen mit den benachbarten DRK-Kreisverbänden. Solch eine Zusammenarbeit werde gerade in Zeiten knapper Kassen immer wichtiger.
Im Tätigkeitsbericht des Präsidiums stellte Vizepräsidentin Melanie Braun anschließend ausgewählte Highlights aus dem Kreisverband und seiner verbundenen Gesellschaften vor. Erfreulich war die großzügige Spende des Lionsclub Nürtingen-Kirchheim/Teck für den Kirchheimer Tafelladen. Mit einem Festakt wurde der Um- und Ausbau am DRK-Seniorenzentrum Kalixtenberg gefeiert. Das Angebot an Kinderbetreuungen wurde mit dem im November eröffneten DRK-Kinderhaus erfolgreich erweitert. Die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) des Kreisverbands feierte ihr 25-jähriges Jubiläum. Mit vielen Gästen war der gemeinsam mit der Feuerwehr im September durchgeführte Tag der offenen Tür ein voller Erfolg.
Der Kreisverband hat auch in den kommenden Monaten wieder einiges vor: Das Angebot der DRK-Seniorenzentren soll erweitert werden, der Bau der neuen Rettungswache in Kirchheim/Teck soll starten und die in 2026 erprobte Zusammenarbeit von Psychosozialer Notfallversorgung und Therapiehundeteams bei Nachsorgeeinsätzen soll ausgeweitet werden.
Im Anschluss an diesen Bericht kam als erste Gemeinschaft das Jugendrotkreuz zu Wort: Ein selbstgedrehtes Video bot unterhaltsame Einblicke in dessen Arbeit.
Schatzmeister Wolfgang Schöner erläuterte die Jahresrechnung 2025, für die die eingesetzte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft dem Kreisverband ihr uneingeschränktes Testat erteilt hatte. Von den Delegierten wurde dieser einstimmig zugestimmt. Auch die anschließende Entlastung des Präsidiums erfolgte einstimmig mit einer Enthaltung.
Ein letzter Tagesordnungspunkt war die Nachwahl von Stefan Gerlach in das Präsidium. Nach einer kurzen Vorstellung seiner Person wurde er einstimmig gewählt.
